Schulchronik
Schuljahre 1980/81 bis 1989/90

Mit Beginn des Schuljahres 1980/81 am 4. August erreichte die Schülerzahl einen neuen Tiefpunkt, da erstmals nur zwei erste Schuljahre eingeschult wurden, während drei vierte Klassen mit Ablauf des vergangenen Schuljahres die Schule verlassen hatten.

Die Statistik am 15.08.1980 ergab folgendes Bild:

Klasse Jungen Mädchen insgesamt Klassenlehrer
SchulKG 6 6 12 Frau Herberz
1a 12 11 23 Herr Kintrup
1b 9 17 26 Herr Düllmann
2a 8 16 24 Frau Leister
2b 11 9 20 Frau Hamer
2c 9 10 19 Frau Michels
3a 13 13 26 Frau Holling
3b 10 12 22 Herr Martini
3c 10 10 20 Frau Schwefer
4a 15 5 20 Herr Riedl
4b 5 19 24 Frau Kube
4c 14 12 26 Herr Bonk

Im Laufe der Zeit wuchs durch weitere Zuweisungen die Zahl der Schulkindergartenkinder auf 17 an, so dass der Bestand des Schulkindergartens gesichert scheint.

Die sinkende Schülerzahl führte trotz der verbesserten Schüler-Lehrer-Relation – zu einem Sinken der Lehrerstellen an unserer Schule. Dies konnte aufgefangen werden, da Frau Wittbrodt ja auf eigenen Wunsch versetzt worden war und Frau Koböke aufgrund des § 85 a LBG nur noch mit halber Stundenzahl unterrichtet. Wir haben jetzt 5 Lehrkräfte mit 14 Stunden. Das führt dazu, dass mehr Lehrkräfte an der Schule tätig als Klassen vorhanden sind.

 

Die katholischen Geistlichen, Herr Pfarrer Hagemeyer und Herr Pater Limpert OFM, geben keinen schulischen Religionsunterricht mehr, sondern Seelsorgestunden, die aber in den Stundenplan eingebaut sind. Der evangelische Diakon, Herr  Nehls, erteilt nach wie vor evangelischen Religions-

unterricht.

Aufgrund unserer Klassenbildung mit geringen Klassenfrequenzen mussten die einzelnen Klassen geringfügige Stundenkürzungen hinnehmen; dies wurde aber auch von der Elternschaft begrüßt, da damit Klassenzusammenlegungen und Lehrerwechsel vermieden werden konnten.

Nach den Klassenpflegschaftsversammlungen trat am 27.8. erstmals die Schulpflegschaft zusammen. Zum Vorsitzenden wurde – wie in den Vorjahren – Herr Paul Pieper gewählt. Sein Vertreter ist Herr Alois Becker. Als Elternvertreter für die Schulkonferenz wurden bestimmt:

Herr Pieper, Herr Becker, Herr Bosgraaf, Frau Eickelmann, Frau Annelore Kintrup, Frau Sommer.

Die erste Schulkonferenz fand am 10.09. statt.

Der Gedanke des Schulfestes nahm nun konkrete Formen an. Es wurde ein Festausschuss gewählt, dem vonseiten der Lehrer Frau Schwefer, Frau Herberz und Herr Düllmann, vonseiten der Eltern Herr Adams, Herr Becker und Frau Fischer angehörten. Erste konkrete Ergebnisse der Arbeit des Festaus-schusses konnten schon in der 2. Schulkonferenz dieses Jahres am 12. 11. Vorgelegt werden. Sie sollten in einer Lehrerkonferenz ausgewertet und dann in die Klassenpflegschaft zur Konkretisierung hineingetragen werden.

Auch die Arbeit zusammen mit den Erzieherinnen des Kindergartens wurde in einer gemeinsamen Konferenz festgesetzt, die am 23.10. Im Schulkindergarten stattfand. Frau Herberz versuchte, die Arbeit im Schulkindergarten vorzustellen und gegen die Arbeit im Kindergarten und in der Grundschule abzugrenzen. In ähnlicher Form wollten wir die Zusammenarbeit mit den weiterführenden Schulen erproben. So luden wir am 29.10. Kollegen der Mescheder weiterführenden Schulen zu einem ersten Gespräch über gemeinsam interessierende Fragen in unsere Schule ein. Die Einladung fand ein reges Echo: etwa 30 Kollegen versammelten sich und besprachen Übergangsschwierigkeiten                der zu den weiterführenden Schulen wechselnden Kinder. Diese Gespräche sollen in loser Folge, dann aber fächerspezifisch, weitergeführt werden.

Am 25.11. kamen dann wie alljährlich Vertreter der weiterführenden Schulen zu einem Informations-
abend für die Eltern der 4. Schuljahre zu uns. Die Schule in Wennemen hatte sich erstmals unserer Veranstaltung angeschlossen. Im Dezember soll ein erster Elternsprechtag für die Eltern der 4. Schuljahre stattfinden, bei dem Sondierungsgespräche über Elternwünsche und Lehrerratschläge im Hinblick auf die weitere Schullaufbahn der Kinder geführt werden sollen.

 

Mit Schuljahresbeginn führte nicht mehr die Firma Zacharias einen  Schülerspezialverkehr durch, sondern die Bundesbahn beförderte unsere Schüler im Linienverkehr. Allerdings haben die Schüler nach wie vor Gelegenheit, am Parkplatz oberhalb der Schule in den Bus zu steigen. Sie müssen nun aber eine Fahrkarte mitführen, die ihnen von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Bei Verlust der Karte müssen die Eltern für 20 DM eine Ersatzkarte beschaffen. Die Umstellung brachte für unsere Kleinen, insbesondere für die Schulkindergartenkinder, zuerst Schwierigkeiten, da sie teilweise an der Hauptschule umsteigen mussten. Für zwei besonders schwierige Fälle (Wennemen und Frenkhausen) wurde gern die Hilfe dortiger Hauptschulfahrschüler in Anspruch genommen, die sich um die Kleinen kümmern.

 

Mit Ablauf des Monats September trat die langjährige Schreibkraft unserer Schule, Frau Olga Köster, krankheitsbedingt in den vorzeitigen Ruhestand. Frau Köster konnte schon seit Anfang 1979 ihren Dienst  nicht mehr ausführen. Sie wurde von Frau Elsbeth Blüggel aus Olpe vertreten, die sich inzwischen gut eingearbeitet hat und voraussichtlich nun als Halbtagskraft an unserer Schule bleiben wird.

 

Vom 18. – 22.08. nahm Frau Kube an einem Lehrgang „Schule und Recht“ in Sellinghausen teil, vom 24. – 28.11. besuchte Frau Hamer einen Sportlehrgang.

 

Der diesjährige Kollegiumsausflug führte uns nach Hagen in das Freilichtmuseum, in dem wir uns über Handwerk und Gewerbe in früherer Zeit in Westfalen orientierten und interessante Eindrücke gewannen.

 

Auch in diesem Jahr starteten wir wieder zu Weihnachten eine Hilfsaktion. Diesmal sammelten wir für das Kinderdorf in Bethlehem. Dies schien uns gerade zu Weihnachten besonders sinnvoll, zumal Herr Bonk dieses Kinderdorf aus eigener Anschauung kennt und unseren Kindern von seinem Besuch berichtete. Er zeigte Dias, die er dort gemacht hatte, und erzählte von den besonderen Nöten dieser Kinder, bei denen es sich vor allem um Findelkinder handelt. Unsere Eltern und Kinder spendeten dafür den ansehnlichen Betrag von 1.356,21 DM. Die Westfalenpost berichtete am 30.12. über unsere Aktion.

 

 

Zu Beginn des Schuljahres hatte die Lehramtsanwärterin Frau Hümmeler ihren Dienst an unserer Schule angetreten. Herr Martini fungierte als Mentor. Ende November begann aber für Frau Hümmeler Mutterschaftsurlaub.

 

Am 29./30. Januar fand der Elternsprechtag mit der Zeugnisausgabe für die 3./4. Schuljahre statt.

Herr Bonk ging in diesem Schuljahr mehrfach für jeweils 3 Tage zu Musiklehrgängen nach Duisburg, um vom nächsten Schuljahr an die Musiklehrerweiterbildung auf regionaler Ebene übernehmen zu können. Frau Kube nahm vom 16. – 19.2. an einem Religionslehrgang „Tod und Auferstehung im Religionsunterricht“ in Wuppertal teil.

 

Frau Schwefer musste sich am 09.02. einer Operation unterziehen. Noch ehe sie ihren Dienst wieder aufnehmen konnte, wurden mehrere weitere Operationen nötig, so dass sie bis zum Schuljahresende nicht mehr zur Schule kommen konnte. Zuerst wurde die Klasse 3c mit einem Vertretungsplan durch-

gezogen, da nur mit einer Krankheitsdauer von 3-4 Wochen gerechnet wurde. Bei der längeren Er-

krankung übernahm dann aber ab Ostern Frau Koböke die Klassenführung.

 

Als Vertreterin Frau Schwefers in unserem Festausschuss für das geplante Schulfest fungierte Frau Michels.

 

Das Schulfest fand – wie geplant – am 30.05. auf unserem Schulhof statt. Der Festausschuss hatte vorzügliche Arbeit geleitet, so dass das Fest ein voller Erfolg für Jung und Alt wurde. Die Eltern hatten sich voll engagiert, viele Mütter hatten köstliche Torten und Kuchen gebacken, Kaffee, Milch und Zucker gespendet, die Väter betätigten sich beim Aufbau und bei der Organisation. Von 14.– 18 Uhr dauerte der Trubel, und keinem wurde die Zeit zu lang. Der Reinerlös des Festes betrug etwa 4.000 DM. Davon sollen im nächsten Schuljahr nach Beratung mit der Schulkonferenz Pausenhofgeräte angeschafft werden.

 

Schulpolitisch könnte für unsere Schule ein Gerichtsurteil wichtig werden, von dem zwei Zeitungsausschnitte berichten ("Bekenntnisschulen sind nur für eine Konfession offen" und "Im Bekenntnis abträglich beeinflußt?").

Laut Aussagen von Herrn Schulamtsdirektor Gampe wird sich allerdings für unsere Schule wohl kaum etwas ändern, da der Weg für die evangelischen Kinder zur ev. Bekenntnisschule in Meschede eine unzumutbare Härte bedeuten würde. Allerdings wird im neuen Schuljahr der evangelische Religions-unterricht von evangelischen Lehrkräften abgedeckt werden müssen, da aufgrund der Stellensituation Lehrkräfte nicht mehr eingestellt werden können.  Notfalls muss eine evangelische Lehrkraft ohne rocatio mit einer Versetzung rechnen. Frau Leister hat sich aber bereit erklärt, den evangelischen Unterricht zu erteilen.

Eine weitere schulpolitische Entscheidung wurde Anfang Mai vom Schulausschuss der Stadt Meschede gefällt. Die Visbecker  Schüler werden – beginnend mit den Schulanfängern des Schuljahres 1981/1982 in Berge beschult. Nur so kann die Schule in Berge erhalten bleiben. Für unsere Schule bedeutet das auf Dauer etwa den Verlust einer halben Lehrkraft, da insgesamt in den 4 Schuljahrgängen mit 10-14 Visbecker Kindern zu rechnen ist. Da sich diese Entscheidung auf den ausdrücklichen Elternwillen der Visbecker Eltern stützte, war ein  Widerstand der Schule zwecklos.

Am 01. Juni trat die LAA Frau Köhler inoffiziell in unser Kollegium ein. Ihr offizieller Dienstantritt war erst am 02. Juli; sie wollte aber gern schon vier Wochen vorher die Schule kennen lernen. Am 4. Juli nahm Frau Kümmeler ihren Dienst wieder auf. In diesem Halbjahr standen für die 3. Und 4. Schuljahre wieder verschiedene Tagesfahrten auf dem Programm. Die Klasse 4c war außerdem vom 22.-27.06. zu einem Schullandheimaufenthalt in der DJH Schmallenberg.

Am 14.07. führten wir die Bundesjugendspiele durch, da an diesem Tag der Schulhof nicht benutzbar war – die Karussels und Buden des Schützenfestes wurden abgebaut -. Die Bundesjugendspiele brachten ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis: in manchen Klassen konnten etwa 75 % der Kinder Urkunden erhalten.

 

Unsere Schule glänzte auch im Wassersport. So konnte unsere Schwimmstaffel  einen Pokal erschwimmen.

Im Kollegium wurde einige Male gefeiert. Am Vorabend des 27.03. wurde Frau Kubes 50. Geburtstag im Lehrerzimmer der Schule gefeiert, am Freitag, dem 03.07. Herrn Riedls 50. Geburtstag vom 27.06. im Gasthaus  Görres in Olpe nachgefeiert.

Am Freitag, dem 19.06. starteten wir den diesjährigen Kollegiumsausflug. Wir wanderten von Freienohl über die Olper Höhe und grillten oberhalb von Hellefeld, um dann nach Wennigloh weiterzugehen, wo uns Frau Leister freundlich bewirtete.

Am 15./16.07. wurden die Zeugnisse an die Eltern ausgegeben.

 

Das Schuljahr schloss am Mittwoch, dem 22.07. mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Frau Schwefer hatte seit Februar ihren Dienst wegen schwerer Krankheit nicht mehr versehen können. Dennoch hatten wir alle auf ihre Genesung gehofft. Das Kollegium war sehr erschüttert über den Tod dieser stets liebenswürdigen, hilfsbereiten Kollegin, deren pädagogische Arbeit geprägt war von großer Pflichterfüllung, Zuneigung zu ihren Schülern, Konsequenz, vor allem aber von ihrer christlichen Glaubenshaltung, die sich nicht in vielen Worten, umso mehr aber in ihren Taten zeigte.

Das Schuljahr 1981/1982 begann am 7. September 1981. Die Einschulung der beiden ersten Schuljahre erfolgte am 9. September im Rahmen einer kleinen Feier im Saal der Schützenhalle. Frau Leister und ihre Klasse 3a führten einen „Zirkus“ vor, der musikalisch von Herrn Bonk mit seiner Instrumentalgruppe begleitet wurde.

Auch in diesem Schuljahr war wieder die Abnahme der Schülerzahlen zu verzeichnen. Der Aufbau unserer Schule stellte sich bei der Statistik am 15. Oktober 1981 zahlenmäßig wie folgt dar:

Klasse Jungen Mädchen insgesamt Klassenlehrer
SchulKG 7 2 9 Frau Herberz/Frau Wunderle
1a 8 16 24 Herr Riedl
1b 13 11 24 Frau Kube
2a 12 8 20 Herr Kintrup
2b 10 16 26 Herr Düllmann
3a 8 15 23 Frau Leister
3b 11 9 20 Frau Hamer
3c 9 11 20 Frau Michels
4a 14 11 25 Frau Holling
4b 9 13 22 Herr Martini
4c 10 10 20 Frau Koböke
  111 122 233  

Damit dürfte der niedrigste Schülerstand seit dem Kriegsende erreicht sein.

 

Frau Koböke hatte sich bereit erklärt, Frau Schwefers Klasse 4 c zu übernehmen, in der sie seit Frau Schwefers Erkrankung im Februar schon den Vertretungsunterricht zum großen Teil gehalten hatte. Herr  Bonk hat in diesem Schuljahr keine Klasse als Klassenlehrer zu führen. Er erteilt fast ausschließlich die Mangelfächer katholische Religion und Musik, die damit an unserer Schule gut abgedeckt werden konnten.

 

In diesem Jahr gab es erstaunlicherweise erhebliche  Widerstände einiger Eltern gegen die Überweisung ihres Kindes in den Schulkindergarten. Der Schulkindergarten liegt stellenplanmäßig mit 9 Kindern erheblich unter der Sollgrenze, kann aber vorerst fortgeführt werden.

 

Die Schulpflegschaft trat – nach den Klassenpflegschaftsversammlungen und den entsprechenden Wahlen – am 6. Oktober das erste Mal zusammen und wählte Herrn Aloys Becker, den bisherigen 2. Vorsitzenden, zum Schulpflegschaftsvorsitzenden, da Herr Paul Pieper wegen des Übergangs seiner Tochter zu einer weiterführenden Schule nicht mehr zur Verfügung stand. Sein Vertreter wurde Herr Winfried Rebbe. In die Schulkonferenz wurden gewählt:

Eltern: Herr Alois Becker, Herr Winfried Rebbe, Herr Bosgraaf, Herr Erich Adams, Herr Küttner, Frau

Carla Aßmann

Lehrer: Frau  Michels, Frau Leister, Herr Kintrup, Herr  Martini, Frau Holling, Herr Düllmann.

Die 1. Schulkonferenz tagte am 13. Oktober 1981.

 

Am 17. November 1982 vollendete der Konrektor unserer Schule, Herr Paul Bonk, das 50. Lebensjahr. Das Kollegium war einige Tage später eingeladen, dieses Fest im Hause Bonk, Meschede, mitzufeiern.

An der im Zeitungsartikel beschriebenen Aktion der KAB Sundern beteiligte sich unsere Schule in erheblichem Maße. Innerhalb von 3 Tagen wurden 17 große Pakete mit hochwertigen Lebensmitteln, die von den Eltern unserer Schulkinder gespendet worden waren, gepackt, sowie einige Säcke mit guten, tragbaren Kleidungsstücken. Sie wurden von der KAB Sundern abgeholt und nach Schlesien mitgenommen. Teilweise wurden unsere Schulkinder hier aber auch noch einmal – manche vielleicht zum ersten Mal – mit dem Flüchtlingsschicksal ihrer Großeltern konfrontiert, da sich die eine oder andere Großmutter bei der Bitte um Spenden für Polen mit Bitternis an das Schicksal der Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten erinnerte.

 

Ende Januar wurden für die 3. und 4. Schuljahre Zeugnisse an die Eltern ausgegeben. Den Schülern wurde – im Einvernehmen mit den Eltern – freigestellt, zu diesem Elternsprechtag mitzukommen. Für die 1.  und 2. Schuljahre wurden Elterngespräche angesetzt. Die Eltern erschienen in allen Klassen fast hundertprozentig.

Unmittelbar nach den Weihnachtsferien begann der schon seit etwa 1 ½ Jahren beantragte Umbau des Duschraumes im Souterrain des 2. Bauabschnittes zum Lehrmittelraum. Die Installationen von Duschen und Becken wurde entfernt, ein neuer Fußboden eingezogen und die Wände, soweit nicht gekachelt, gestrichen. Die Regale waren schon im Dezember 1979 von den Kunstmitteln der Lernmittelfreiheit gekauft worden, so dass sofort mit dem Einräumen begonnen werden konnte.

Endlich sind die Lehrmittel nun übersichtlich eingeordnet, so dass jeder Kollege weiß, was vorhanden ist. Ein wesentlich effektiverer Einsatz ist dadurch gewährleistet, und man muss nicht, wie bisher, im ganzen Haus nach dem einen oder anderen Anschauungsmittel suchen.

Durch diesen Umbau wurde das Zimmer, das seit dem Bau der Schule als Sprechzimmer nur geplant war, endlich frei (es diente u.a. bisher als Geräte- und Lehrmittelraum). Es soll in Kürze renoviert und ausgestattet und dann endgültig seinem ursprünglichen Zweck zugeführt werden (Bislang fanden Elterngespräche meist auf dem Schulflur statt!).

Vom 24. – 26.02. nahm Frau Kube an einem Religionslehrgang in Wuppertal zum Thema „Erlöst durch Jesus Christus“ teil. Sie referierte darüber in einer Fachkonferenz. Es wurde festgestellt, dass die dort verhinderte „Christologie von unten“ in dieser Ausschließlichkeit sicher nicht der Lehre der Kinder entspricht und so nicht an die Kinder weitergegeben werden kann und darf.

Vom 22.02. an absolvierte Frau Hömberg ihr Praktikum (von der Hochschule Paderborn) an unserer Schule.

Am 11.03. fand in unserer Schule die Schulausschusssitzung des Rates der Stad Meschede statt, in der die Rektorin die Schule vorstellte.

Einige Anregungen bzw. Bitten, die Gestaltung des Schulhofes betreffend, wurden umgehend von der Stadt aufgegriffen: so wurden neue Sträucher gesetzt und die Benutzung der Rasenflächen durch die Kinder bei gutem Wetter freigegeben.

Der Zeitungsartikel informiert über die Sitzung.

Damit die Fußbodenglätte entschärft wird, schlägt das Bauamt inzwischen vor, saugfähige Matten vor die Eingänge innerhalb des Hauses zu legen, damit dort die Nässe abgestreift wird. Wie weit sich diese Lösung bewährt, wird sich zeigen müssen.

 

Mit Beginn der Osterferien trat die Leiterin unseres Schulkindergartens Frau Wunderle, ihren Mutterschaftsurlaub an. Sie wird bis zum Ende des Schuljahres ausfallen. Um die Existenz unseres Schulkindergartens besonders hinsichtlich Oeventrop (Gefahr der Abwanderung nach Arnsberg) nicht zu gefährden, wurde uns von Herrn Schulamtsdirektor Gampe wenigstens teilweise eine Vertretung zugesagt. Eine Aushilfe vom Schulkindergarten der Emhildisschule Meschede (Vertretung durch eine Praktikantin) zerschlug sich aus rechtlichen Gründen. So wurde Frau Plass mit 14 Stunden an 3 Schultagen (Dienstag, Mittwoch, Donnerstag) von der Mariengrundschule Sundern abgeordnet. Der Unterricht montags und freitags wird von den Kollegen Düllmann und Bonk übernommen. Die Kinder des Schulkindergartens haben dadurch immerhin noch 20 Unterrichtsstunden, also so viel wie ein erstes Schuljahr.

 

Anfang Mai kamen wieder einige Kindergartengruppen mit den künftigen Schulanfängern zur Hospitation ins erste Schuljahr. Da Kollege Riedl einige Wochen erkrankt war, nahmen 3 Gruppen am Unterricht der Klasse 1 b teil.

 

Die Polizei nahm wieder die Radfahrprüfung in den 4. Schuljahren ab.

 

Am 10.05. fand die zweite Schulkonferenz dieses Schuljahres statt. Hauptdiskussionspunkt war das geänderte LMF-Gesetz, das eine Beteiligung der Eltern vorsieht. Die Schulleiterin stellte die mangelnde Praktikabilität dar. Es wird sich erweisen müssen, welche Folgen und Folgerungen sich aus dieser Gesetzesänderung für das neue Schuljahr ergeben.

 

Zum Schuljahresende verabschiedete sich Frau Plass von unserer Schule, ebenso Herr Martini, der auf eigenem Wunsch an die Grundschule Bestwig ging, weil dadurch sein Anfahrtsweg von seinem Wohnort Brilon-Würfte erheblich verkürzt wurde.

 

Am 7. Juli wurden die Versetzungszeugnisse im Rahmen eines Elternsprechtages ausgegeben.

 

Vom 10. – 12.07. fand das Freienohler Schützenfest statt; deshalb war am 12. Juli unterrichtsfrei. Am 13. Juli musste der Schulhof von den Kirmeswagen geräumt werden; wir veranstalteten deshalb an diesem Tag die Bundesjugendspiele.

 

Am 14. Juli war der letzte Schultag vor den großen Ferien.

Zum Schuljahresbeginn trat Frau Gisela Schulte ihren Dienst an unserer Schule an. Sie wurde uns für den versetzten Herrn Martini zugewiesen. Frau Schulte kam von der kath. Hauptschule in Meschede. Sie wohnte schon länger in Freienohl.

 

Die Schülerzahl zu Beginn des Schuljahres ist fast konstant geblieben. Ohne unseren Schulkindergarten hatten wir 222 Schüler. Sie verteilten sich wie folgt:

Klasse Jungen Mädchen insgesamt Klassenlehrer
1a 17 13 30 Frau Koböke
1b 17 13 30 Frau Schulte
2a 9 14 23 Herr Riedl
2b 15 11 26 Frau Kube
3a 14 8 22 Herr Kintrup
3b 10 15 25 Herr Düllmann
4a 7 16 23 Frau Leister
4b 10 11 21 Frau Hamer
4c 11 11 22 Frau Michels
  110 112 222  

Frau Holling und Herr Bonk übernahmen keine Klassenführung. Herr Bonk erteilt in fast allen Klassen Musikunterricht.

 

In der Schulpflegschaftssitzung am 23.09. wurden Herr Becker zum Schulpflegschaftsvorsitzenden und Herr Rebbe zu seinem Stellvertreter gewählt.

Als Elternvertreter wurden für die Schulkonferenz:

Herr Becker, Herr Küttner, Herr Bosgraaf, Herr Rebbe, Herr Severin und Frau Kruse, gewählt.

Lehrervertreter sind:

Herr Düllmann, Herr Kintrup, Frau Leister, Frau  Michels, Frau Holling, Frau Koböke

Dem Lehrerrat gehören an: Herr Düllmann, Frau Hamer, Frau Wunderle

 

Zum 18.09. hatte Herr Düllmann einige Väter gebeten, bei der Ausgestaltung des Schulhofes und der Installation der Rutsche, die vom Erlös des Schulfestes gekauft worden war, mitzuhelfen.

Schon seit längerer Zeit kränkelte der Kollege Ludger Riedl, ohne sich jemals krankschreiben zu lassen. Im letzten Halbjahr des Jahres 1982 aber nahm seine Krankheit so ernste Formen an, dass der Arzt ihm nahelegte, sich in den vorzeitigen Ruhestand versetzen zu lassen. Der Amtsarzt bestätigte das Zeugnis des Hausarztes, so dass Herr Riedl, - für uns alle doch sehr überraschend und plötzlich -, am 31.01.1983 von Herrn Schulamtsdirektor Gampe im Rahmen einer kleinen Feierstunde innerhalb des Kollegiums verabschiedet wurde.

 

Herr Riedl hatte seit Schuljahresbeginn 1971/1972 an unserer Schule Dienst getan. Zuletzt führte er die Klasse 2a, die nun von Herrn Bonk übernommen wurde. Wir erhielten für Herrn Riedl keinen Ersatz.

 

Waren wir zu Schuljahresbeginn etwas überbesetzt, so mussten wir jetzt einen Stundenplan erstellen, der die Unterbesetzung einschloss. Die vorgeschriebenen Stundenzahlen konnten aber in etwa eingehalten werden.

 

Ansonsten verlief das Schuljahr ohne außergewöhnliche Vorfälle.

 

Die Klasse 4 b verbrachte mit ihrer Klassenlehrerin Frau Hamer, und Herrn Düllmann als Begleiter,die Tage vom 9. – 11.05. in der Jugendherberge  Schmallenberg.

 

Die Kinder des St. Nikolaus Kindergartens und erstmalig auch die Kinder des Kindergartens Wallen, die im nächsten Schuljahr unsere Schule besuchen werden, waren gruppenweise in unseren ersten Schuljahren zu Gast.

 

Die Radfahrprüfung der 4. Schuljahre wurde – wie üblich – von der Polizei abgenommen. (9.Juni).

 

Vom 13.-15.Juni war die Klasse 3 b mit Herrn Düllmann als Klassenlehrer und Frau Hamer als Begleiterin in der DJH Schmallenberg.

 

Der Probeunterricht für die Kinder der Grundschulen des HSK, denen ein Gutachten für die weiterführenden Schulen ein “nicht geeignet“ testiert worden war, fand vom 21. – 23.06. an unserer Schule statt. Herr Düllmann nahm daran teil.

 

Am 14.06. legte die Lehramtsanwärterin Frau Köhler, am 21.06. die Lehramtsanwärterin Frau Hümmeler ihre zweite Staatsprüfung ab. Beide Damen rechnen damit, für längere Zeit nicht in den Schuldienst übernommen zu werden, da die Lehrerarbeitslosigkeit bisher unvorstellbare Ausmaße angenommen hat. Es ist schwierig, den Eltern klarzumachen, dass unsere Schule dennoch ein wenig Lehrer hat. Andererseits ist verständlich, dass niemand an unsere Schule versetzt wird, weil nicht auszuschließen ist, dass die Schülerzahl weiter zurückgeht.

 

Am 6. Juli 1983 begannen die großen Ferien.

Auch am Anfang dieses Jahres soll ein zahlenmäßiger Überblick über unsere Schule stehen.

Eingeschult wurden diesmal 73 Kinder, davon 5 sofort in den Schulkindergarten.

Die Einschulungszahlen scheinen sich also zu stabilisieren, bzw. leicht anzusteigen.

Es mussten daher 3 erste Klassen aufgemacht werden, wenngleich damit zu rechnen war, dass noch einige der Schulanfänger in den Schulkindergarten würden überwiesen werden müssen.

 

Die Zusammensetzung des Kollegiums hat sich nicht geändert, allerdings wurde Frau Wunderle, die Leiterin des Schulkindergartens, schwanger, so dass zu Beginn des Schuljahres die Unsicherheit über die Weiterführungsmöglichkeiten des Schulkindergartens bestand. Zu Schuljahresbeginn ergaben sich folgende Zahlen:

Klasse Jungen Mädchen insgesamt Klassenlehrer
SchulKG 5   5 Frau Wunderle
1a 14 9 23 Frau Leister
1b 13 10 23 Frau Holling
1c 7 15 22 Frau Hamer
2a 13 14 27 Frau Koböke
2b 14 12 26 Frau Schulte
3a 10 12 22 Herr Bonk
3b 15 10 25 Frau Kube
4a 11 10 21 Herr Kintrup
4b 9 15 24 Herr Düllmann
  106 107 213  

Frau Michels blieb in diesem Schuljahr ohne Klassenführung. Sie ist hauptsächlich mit Fachunterricht Sport und kath. Religion eingesetzt.

 

Mitte Oktober spitzte sich die Situation im Schulkindergarten fast dramatisch zu. Frau Wunderle wurde vier Wochen früher als geplant dienstunfähig. Gleichzeitig kamen noch 15 auswärtige Kinder nach Freienohl.

In der ersten Woche nach den Herbstferien wurde der Schulkindergarten mehr oder weniger von den Kollegen betreut, ab 24.10. wurden Abordnungen wirksam, und zwar wurde Frau Schmiemann mit 18 Stunden aus Sundern, Frau Lewandowski aus Eslohe mit 8 Stunden zu uns abgeordnet. Frau Schmiemann betreut die Kinder montags, dienstags, freitags, Frau Lewandowski am Mittwoch 6, am Donnerstag 2 Stunden. Inzwischen ist die Zahl der Schulkindergartenkinder auf insgesamt

21 angestiegen, 5 Mädchen, 16 Jungen, davon 11 aus Oeventrop, 1 aus Wennemen. Die beiden Damen haben ihre Arbeit, trotz der damit für sie vorhandenen Schwierigkeiten, mit großem Engagement aufgenommen.

 

Der Lehrerausflug fand am 22.09. statt. Wir fuhren nach Soest.

 

In der Kirchengemeinde St. Nikolaus fand in diesem Kalenderjahr ein Wechsel statt. Herr Pfarrer Hagemeyer schied mit Ablauf des Julis von seiner bisherigen Gemeinde aus und ging in den Ruhestand nach Paderborn. Er wurde in einer kleinen Feier am 27.06.1983 im Pfarrheim verabschiedet.

 

Die Einführung des neuen Pfarrers, Herrn Pastor Werner Gerold, fand am 4. September 1983 im feierlichen Einführungshochamt mit anschließendem Empfang im Pfarrheim, zu dem auch das Kollegium eingeladen war, statt.

Am 6. Dezember feierten wir das Patronatsfest unserer Schule erstmals im Rahmen der ganzen Schule. St.  Nikolaus kam nicht, um Geschenke zu bringen, sondern um Geschenke abzuholen.

Das Schuljahr 1983/84 verlief ohne weitere wichtige Ereignisse.

 

Das Schuljahr schloss am Mittwoch, den 27.06.1984, nachdem am Freitag, dem 22.06. die Bundesjugendspiele mit mäßigem Erfolg durchgeführt worden waren. Wegen des andauernden schlechten Wetters war kein genügendes Training möglich gewesen.

Mit Beginn des Schuljahres 1984/85 wurde Frau Almut Schmiemann, die in den letzten Monaten Frau Wundele vertreten hatte, vom Schulkindergarten der Marienschule Sundern an unsere Schule versetzt und leitet nun unseren Schulkindergarten.

 

Als neue Kollegin wurde uns außerdem Frau Birkner zugewiesen, da bislang für den zum 31.01.1983 ausgeschiedenen Kollegen Riedl kein Ersatz gestellt worden war (…). So ergab sich folgende Besetzung:

Klasse Jungen Mädchen insgesamt Klassenlehrer
SchulKG 7 6 13 Frau Schmiemann
1a 6 14 20 Herr Kintrup
1b 11 13 24 Herr Düllmann
2a 16 9 25 Frau Leister
2b 8 11 19 Frau Holling
2c 4 14 18 Frau Hamer
3a 12 14 26 Frau Birkner
3b 14 13 27 Frau Schulte
4a 10 13 23 Herr Bonk
4b 15 10 25 Frau Kube
  103 117 220  

Vom 19. Bis 22. September fand die Verkehrssicherheitswoche statt.

Bis zum Dezember nahm das Schuljahr den üblichen Verlauf: Klassen- und Schulpflegschaftssitzungen (Schulpflegschaftsvorsitzender wurde wieder Herr Aloys Becker, dessen Sohn zwar unsere Schule verlassen hat, dessen Tochter jetzt aber eingeschult wurde), Schulkonferenz, Elternabend mit den Eltern der 4. Schuljahre und Lehrern der weiterführenden Schulen, Elternsprechtag der Klasse 4 und schließlich wieder unsere Nikolausfeier. Auch diesmal sammelten wir wieder für das bolivianische Waisenhaus und konnten eine Spende von 880,- DM an das Mutterhaus der Schwestern hl. Josef in Trier überweisen.

 

Im Anschluss an die Schulmesse (3./4. Schuljahr) fand die Schulfeier statt, und schließlich blieb das Kollegium zusammen mit Herrn Pastor Gerold noch bei einem Frühstück zusammen.

 

Im Frühjahr wurde Herr Konrektor Bonk damit beauftragt, die Ausbildung interessierter Lehrkräfte für den Musikunterricht zu übernehmen. Alle 14 Tage finden Tagungen statt, und zwar im Wechsel ganz- und halbtägige. Von unserer Schule nimmt Frau Holling an dieser Ausbildung teil. Die Bundes-

Jugendspiele waren für den 11.06. geplant, mussten jedoch wegen schlechten Wetters ausfallen und wurden auf das kommende Schuljahr verschoben. Ebenso wird der Lehrerausflug erst im nächsten Schuljahr stattfinden.

Das Schuljahr 1985/86 begann nach den sehr zeitig gelegenen Sommerferien am Montag, dem 5. August 1985. Im Lehrerkollegium ergaben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen.

Es setzte sich wie folgt zusammen:

Frau Kube, Rektorin

Herr Bonk, Konrektor

Frau Birkner, Lehrerin

Herr Düllmann, Lehrer

Frau Hamer, Lehrerin

Frau Holling, Lehrerin

Herr Kintrup, Lehrer

Frau Koböke-Klama, Lehrerin

Frau Leister, Lehrerin

Frau Michels, Lehrerin

Frau Schulte, Lehrerin

Frau Schmiemann, Leiterin des Schulkindergartens

 

(…)

Fast alle Schulen des Hochsauerlandkreises waren zu Schuljahresbeginn mit Lehrern überbesetzt. An unserer Schule war davon nicht all zu viel zu spüren, knapp ½ Stelle. Dennoch ermöglichte uns diese Besetzung, die zwei 4. Schuljahre in drei Klassen aufzuteilen. Es ergab sich folgendes Bild:

Klasse Jungen Mädchen insgesamt Klassenlehrer
SchulKG 13 9 22 Frau Schmiemann
1a 7 17 24 Frau Michels
1b 11 11 22 Frau Kube
2a 8 13 21 Herr Kintrup
2b 11 12 23 Herr Düllmann
3a 17 6 23 Frau Leister
3b 8 12 20 Frau Holling
3c 4 15 19 Frau Hamer
4a 8 10 18 Frau Birkner
4b 10 10 20 Frau Schulte
4c 14 7 21 Frau Koböke
  111 122 233  

Insgesamt besuchten 10 ausländische Schüler unsere Schule (Zahlen nach der Jahresstatistik Sept. 85). Herr Bonk führte in diesem Schuljahr keine Klasse. Er war nur mit seinen Fächern kath. Religion und Musik eingesetzt. Dienstags musste er vom Unterricht befreit werden, da er im 14-Tages-Rhythmus einen Musikfortbildungslehrgang leitete, den Lehrern, die während ihres Studiums keine musikalische Ausbildung erhalten hatten, die Befähigung zur Erteilung des Musikunterrichts – trotz der Lehrerschwemme ein Mangelfach – vermitteln sollte.

 

Die Einschulung der Schulanfänger erfolgte am Mittwoch, dem 07.08.1985. Wir begannen mit einem ökumenischen Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Pfarrkirche. Daran schloss sich eine  Aufnahmefeier in der Schule an, die von der Klasse 2 b unter der Leitung von Herrn Düllmann gestaltet wurde.

(…)

 

Wegen der frühen Sommerferientermine hatten die Bundesjugendspiele nicht – wie sonst üblich – vor den Ferien stattfinden können. Wir holten sie am Dienstag, dem 27.08. mit gutem Erfolg nach. Allerdings beschränkten wir uns auf die reinen Wettkämpfe. In einer der nächsten Konferenzen wurde angeregt, im nächsten Jahr die Spiele etwas festlicher und spielerischer zu gestalten.

 

Mit diesem Schuljahr traten die neuen Richtlinien für die Grundschule in Kraft. Seit die Schulleiterin 1971 die Schulleitung übernahm, sind dies die 4. Richtlinien!

Sie bedeuteten aber gegenüber den vorigen einen großen Fortschritt: schon der Umfang wurde erheblich gekürzt. Die Scientifizierung der Unterrichtsfächer wurde weitgehend zurückgenommen, (…). Die Stofffülle wurde sehr beschränkt und die pädagogischen Freiräume vergrößert. Die sogenannte „Mengenlehre“ fiel praktisch ganz weg. Unser Kollegium bedauert das, wir hatten die Mengenlehre immer nur in Maßen betrieben, dabei aber festgestellt, dass diese Arbeit für das logische Denken der Kinder sehr wichtig war und uns große Aufschlüsse darüber geben konnte, welche Kinder auf diesem Gebiet Schwierigkeiten hatten, so dass wir rechtzeitig Fördermaßnahmen ansetzten konnten. (…)

Allerdings muss auch vermerkt werden, dass sich im Kollegium Unlust ausbreitet, immer und immer wieder neue ausführliche Arbeitspläne zu erstellen, die aufgrund der Richtlinien und der damit neu einzuführenden Lehrbücher nötig sind. Eine Fülle neuer Bücher überschwemmt den Markt, - vieles ist aber noch nicht genügend durchdacht, die meisten liegen nur für die beiden ersten Schuljahre vor, so dass eine Gesamtbeurteilung nicht möglich ist und die Einführung deshalb scheitert. Hinzu kommt, dass eine Umstellung auf neue Bücher in allen Fächern an der Finanzierung scheitert. Uns steht pro Kind im Schuljahr ein Durchschnittsbetrag von DM 45,- zu, von dem der Schulträger 2/3 also DM 30,-, die Eltern DM 15,- zu tragen haben.

 

Die Richtlinien wünschen die Einführung der vereinfachten Ausgangsschrift. Sie wurde an unserer Schule in diesem Schuljahr in den beiden Anfangsklassen erprobt. Sicherlich bringt sie einige Vereinfachungen, die sich aber im Laufe der Zeit beim Schreiben ohnehin einstellen,  eine Verbesserung des Schreibflusses bringt sie aber m.E. nicht.

 

Am 28. April 1986 verstarb in Paderborn der langjährige ehemalige Seelsorger der Gemeinde St. Nikolaus Herr Pfarrer Bernhard Hagemeyer. Am Donnerstag, dem 1. Mai, wurde in der St.  Nikolaus Kirche um 10 Uhr das Requiem für ihn gefeiert.

 

Unser Schulfest am Samstag, 21.07.1986 war ein großer Erfolg.

 

Vom 2. bis 4. Juni verweilte die Klasse 3c mit Frau Hamer und Herrn Düllmann in der Jugendherberge Schmallenberg. Vom 12.-14. Juli fand das diesjährige Schützenfest statt. Weil der Schulhof am Dienstag noch von den Wagen der Schausteller besetzt war, sollten an diesem Tag die Bundesjugend-
spiele stattfinden. Leider setzte ein solcher Regen ein, dass die Kinder nach Hause geschickt werden mussten. Die Bundesjugendspiele wurden in der folgenden Woche nachgeholt. Der 23.07.  war der letzte Schultag vor den Sommerferien.

Der Beginn des Schuljahres war überschattet von plötzlich auftretenden Krankheiten, so dass der vor den Ferien erstellte Stundenplan nicht in Kraft treten konnte. 

 

Herr Buchner von der HS2 in Sundern kam  mit 18 Stunden, von der HS Oeventrop Frau Hatzig mit 6 Stunden Sport und von der GS Oeventrop Herr Schulte mit 4 Stunden. Der Stundenplan wurde dadurch natürlich recht schwierig. Leider laufen die Abordnungen nur bis 31.1., so dass dann wieder mit einem Wechsel zu rechnen ist.

 

Er ergab sich folgende Klassenverteilung:

Klasse Klassenlehrer Anzahl der Schüler
1a Frau Schulte 28
1b Frau Birkner 25
2a Frau Michels 26
2b Frau Kube 24
3a Frau Koböke 19
3b Herr Düllmann 23
4a Frau Leister 23
4b Frau Holling 20
4c Herr Bonk, der die Klasse von Frau Hamer übernahm 19
Schul-KG Frau Schmiemann 14

Seit Februar 1986 macht Frau Woll aus Fredeburg ihr Anerkennungsjahr als Sozialpädagogin in unserem Schulkindergarten.

Das Schuljahr begann am 8. September. Die Schulanfänger wurden am Mittwoch, den 10.9. einge- schult. Wir begannen mit einem ökumenischen Gottestdienst in der St. Nikolaus-Kirche. Bei der an- schließenden Einschulungsfeier in der Schule spielte die Klasse 2b den Kleinen noch einmal das

„Spiel von der Regenmaus“ vor, das sie für das Schulfest geübt hatte.

Am 29.9. waren die Kollegiumslehrer von Herrn Pfarrer Gerold zu einer Besprechung ins Pfarrhaus eingeladen, bei der über die anstehenden Probleme im Religionsunterricht und in der religiösen Er- ziehung überhaupt gesprochen werden sollte.

Am 8.11.1986 verstarb plötzlich an seinem Urlaubsort der Stadtdirektor der Stadt Meschede Hans-Guido Classen. Er wurde am 15.11. auf dem Nordfriedhof in Meschede beigesetzt.

Seit dem vorigen Jahr wird im Bezirksausschuss Freienohl und in den Fraktionen über die Umgestaltung des Parkplatzes in der Ortsmitte gesprochen. Schon bei einer Bürgerversammlung im Herbst 1985 stellte die Schulleiterin ihre Bedenken dar.

Inzwischen wurde ein entsprechender Beschluss zur Umgestaltung des Parkplatzes im Rat gefasst, der scharfe Proteste der Bürger verursachte, hauptsächlich deshalb, weil dann kaum noch Park- möglichkeiten in der Ortsmitte bestehen. Die Parkplätze sollen vor die Schützenhalle verlegt wer- den, und sicher würde dann auch der Parkplatz vor dem kath. Pfarrheim öffentlich genutzt. Die Schulleiterin protestierte (wie schon im Herbst 85 an den Bezirksausschussvorsitzenden im Namen der Schulkonferenz – nicht einmal der Eingang dieses Briefes wurde damals bestätigt!) gegen diesen Beschluss beim Vorsitzenden des Schulwegeausschusses und wandte sich auch mit einem Leser- brief an die Öffentlichkeit.

 

Am Weißen Sonntag, den 26.4. fand die feierliche Erstkommunion in der St. Nikolaus-Kirche statt.

 

Am 23. Mai verstarb nach einjähriger schwerer Krankheit unsere liebe Kollegin Frau Hamer. Sie wurde unter großer Teilnahme der Bevölkerung Oeventrops, unserer Schule, ehemaliger Schüler und Eltern am 27. Mai zu Grabe getragen. Ein Gewitter mit einem Wolkenbruch verhinderte die Trauerrede der Schulleiterin am Grab und lenkte die Schulkinder ein wenig von der Trauer um ihre Lehrerin ab. Requiescat in pace!

 

Das diesjährige Schützenfest fand am Wochenende vor den großen Ferien statt. Am Dienstag, den

14.7. führten wir die Bundesjugendspiele durch und am Mittwoch, den 15.7., schloss das Schuljahr mit einem Wortgottesdienst für all unsere Schüler.

Der Unterricht des neuen Schuljahres begann am 1. September 1987.

Anstelle von Frau Hamer wurde uns als neue Kollegin Frau Trachternach zugewiesen, die mit halber Stundenanzahl beschäftigt ist (Rückkehr aus der Beurlaubung § 85a). Zu Beginn des Schuljahres zählte unsere Schule erstmals unter 200 Kinder. Das hatte eine „kleine“ Schulkonferenz (3 Elternvertreter, 3 Lehrervertreter) zur Folge. Zum Stichtag der Statistik stellten sich die Schülerzahlen wir folgt dar:

Klasse Schüler gesamt Jungen Mädchen kath. ev. sonst. Olpe andere Orte
SchulKG 14 8 6 13 1 - 1 7
1a 25 12 13 18 6 1 5 2
1b 24 14 10 24 - - - -
2a 26 12 14 21 4 1 7 -
2b 24 14 10 24 - - - -
3a 25 8 17 19 6 - 10 -
3b 25 11 14 24 - 1 - -
4a 16 7 9 12 3 1 2 -
4b 22 11 11 20 - 2 - -
  201              

Die Klassen wurden wie folgt geführt:

SchulKG           Frau Schmiemann

1a                    Herr Kintrup

1b                    Frau Holling

2a                    Frau Schulte

2b                    Frau Birkner

3a                    Frau Michels

3b                    Frau Kube

4a                    Frau Koböke

4b                    Herr Düllmann

 

 

Herr Bonk wurde mit Religion und in fast alle Klassen mit Musik eingesetzt. Im 2. Schuljahr wurde der Mathematikunterricht „gesplittet“. Eine Gruppe jeder Klasse übernahm jeweils Frau Trachternach. Im Bedarfsfall musste sie dann allerdings immer für Vertretung einspringen, und die Klassen wurden wieder zur Großgruppe im Klassenverband zusammengefasst. Frau Leister erteilt SU und ev. Religion.

Am 15. September fand für die 4. Klassen der Informationsabend über die weiterführenden Schulen statt, der jetzt vom Schulleiter der Grundschule gestaltet werden muss.

Ansonsten verlief das Schuljahr in aller Ruhe und in den gewohnten Bahnen. Das war für alle Beteiligten nach der Aufregung des vergangenen Schuljahres besonders erfreulich. Vom 15.2.-12.3. leistete Fräulein Hömberg, die früher Schülerin unserer Schule gewesen war, ihr Blockpraktikum bei uns ab.

Inzwischen war auch die Bushaltestelle – gegen den Willen der Schule! - verlegt worden. Offenbar wegen der Einsprüche, die von Seiten der Schule erfolgt waren, wurden von der CDU-Ortsunion zur Besichtigung nur Elternvertreter und kein Vertreter der Schule geladen, wie aus dem Artikel in der Westfalenpost vom 3.9.87 hervorgeht.

Die Bundesjugendspiele konnten in diesem Schuljahr nicht durchgeführt werden, da der Sportplatz neu hergerichtet wurde. Sie sollen zu Beginn des Schuljahres 88/89 nachgeholt werden.

Das Schuljahr schloss am Mittwoch, den 6. Juli wiederum mit einem Wortgottesdienst.

Unterrichtsbeginn: Montag, 22.8.1988

Am Dienstag, den 23.8., wurden 12 Kinder in den Schulkindergarten und 47 in die beiden ersten Klassen aufgenommen. Die Feier begann mit einem oekumenischen Gottesdienst in der St. Niko- laus-Kirche, der von Herrn Pastor Schnurr aus Oeventrop und Herrn Pfarrer Gerold gestaltet wurde. Der Zugang zur Schule war zu Schuljahresbeginn eine Katastrophe. Die Schulleiterin schaltete des- halb das Ordnungsamt bzw. die Polizei ein: der "Marktplatz" wird neu gestaltet und ist nicht begeh- bar; der Friedhofsweg ist aufgerissen und von einem Bagger blockiert; vor der Schule befinden sich die Mannschaftswagen der Bauarbeiter. Vor der Schützenhalle wurden beidseitig Parkplätze ange- legt, so dass auch dort kein gefahrloser Zugang zur Schule möglich ist. Die Bauarbeiten am Markt- platz sollen sich bis Oktober hinziehen!

 

Klassen und Klassenlehrer:

SchulKG 12 Frau Schmiemann
1a 22 Frau Koböke
1b 25 Herr Düllmann
2a 24 Herr Kintrup
2b 25 Frau Holling
3a 26 Frau Schulte
3b 24 Frau Birkner
4a 26 Frau Michels
4b 24 Frau Kube

Herr Bonk, Frau Leister und Frau Trachternach sind wiederum ohne Klassenführung.

Am 30. August wurde Herr Koböke, bislang Lehrer an der Hauptschule, u.a. an unserer Schule überprüft (er musste 1 Std. halten und eine beurteilen), da er sich um die freigewordene Schulleiterstelle an der GS Wennemen beworben hatte. (.....)

Am Montag, den 5. September, fanden die Klassenpflegschaftsversammlungen und die erste Schulpflegschaftssitzung statt. Dieser Versuch, alle Versammlungen auf einen Abend zu legen, hat sich nicht bewährt, da sich verschiedene Elternpaare für diesen Termin trennen müssten, bzw. Eltern mit Kleinkindern teilweise nicht kommen können.

An diesem Abend wurde Herr Becker im 9. Jahr zum Schulpflegschaftsvorsitzenden gewählt.

Seine Stellvertreterin wurde Frau Klute.

Die Klassenpflegschaftsvorsitzenden wählten die Eltern-Mitglieder für die Schulkonferenz, die in diesem Jahr wieder aus 6 Eltern- und 6 Lehrervertretern besteht. Es sind dies: Herr Becker, Herr Giesen, Frau Hardebusch, Frau Storm, Frau Gieße, Frau Arndt, Frau Holling, Frau Michels, Frau Trachternach,, Herr Kintrup, Herr Düllmann, Frau Schmiemann.

 

Die Klassen 4a und 4b fuhren am 19.9. für drei Tage mit ihren Klassenlehrerinnen Frau Michels und Frau Kube unter Begleitung von Herrn Bonk in die Jugendherberge Schmallenberg.

Am Mittwoch, den 21.9., wurde der Schulreifetest durchgeführt und nach Elterngesprächen kaum noch Kinder in den Schulkindergarten überwiesen, der nach weiteren Zugängen auf 17 Kinder an- wuchs.

Am Montag, den 3.10., startete das Kollegium zum Kollegiumsausflug nach Hardehausen, wo wir uns das Bildungszentrum ansahen und erklären ließen. Am Nachmittag wanderten wir um den Stausee Aatalsperre.

Die praktische Radfahrausbildung der 4. Klassen begann am 7.10. und schloss mit der Radfahrprü- fung am 4.11. Alle Kinder bestanden.

Am 26.10. fand die erste - angekündigte - Feueralarmübung statt. Die Schule war in wenigen Mi- nuten geräumt.

Am 27.10. sahen die Schüler die Generalprobe zum "Karneval der Tiere" unter der Leitung von Herrn Bonk, der mit dieser Kindergruppe im Rahmen eines für Kinder in der Stadthalle Meschede veranstalteten Konzertes auftreten wird.

Am Donnerstag, den 10.11., zog der Martinszug durch die Straßen Freienohls, diesmal erstmals nach einem kurzen Gottesdienst in der Kirche, über die Hauptstraße - Twiete - Kaiserwiese - Kon- rad-Adenauer-Str. - zum Schulhof unserer Schule. Die Organisation hatte dieses mal in alleiniger Verantwortung der Kindergarten unter der neuen Leiterin Frau Mercanovic übernommen. Trotz straffer Führung über das Kirchenmikrofon ergab sich das übliche Chaos. Die Aufgliederung der Kinder nach Kindergartengruppen und Klassen, die hinter Schildern hermarschieren mussten, zeig- te sich als wenig kindgerecht, weil die Familien bzw. Freundschaften auseinandergerissen wurden. Der - wesentlich kleinere - Olper Martinszug am nächsten Tag war viel gelungener.

Am 6. Oktober hatte eine Klassenpflegschaftsversammlung der Klassen 4 stattgefunden, bei der die Eltern über die weiteren Schullaufbahnmöglichkeiten ihrer Kinder informiert wurden. Am 17.11. war dann bei einem Elternsprechtag der 4. Klassen die Möglichkeiten gegeben, mit den Klassenlehrerinnen über Vorstellungen der Eltern und die Möglichkeiten und Chancen, die die Schule sah, zu diskutieren. Im Ganzen war festzustellen, dass die Eltern großen Wert auf das Urteil der Lehrerinnen legten.

Am Dienstag, den 6. Dezember, begingen wir wieder unser Patronatsfest mit einem Gottesdienst in der Kirche und anschließender Feier in den Klassen. Unsere nun schon traditionelle Nikolaus- Sammlung für das Waisenhaus im bolivianischen Sucre erbrachte die schöne Summe von 1200 DM. Insgesamt konnten wir in den Jahren, in denen unsere Sammelaktion läuft 7200 DM an Schwester Edith überweisen. Das Kollegium saß anschließend zusammen mit Herrn Pastor Gerold beim gemütlichen Frühstück.

Am 21. Dezember spielte die Klasse 1b unter Leitung von Herrn Düllmann den übrigen Klassen ein kleines Weihnachtsmärchen vor. Die Aufführung war sehr gelungen, zumal Herr Düllmann selbst als "guter, alter Mond" von einer Leiter herab auf seine "Sterne" aufpasste.

Am 22.12. spielte eine Laienspielgruppe der Hauptschule für unsere Kinder eine russische Ge- schichte.

Der in Oeventrop ansässige evangelische Pfarrer, Herr Pastor Schnurr, wechselte zum 1.2. ins Sie- gerland. Er wurde in einer schönen Feier am 22.1.89 von seiner Gemeinde, zu der auch Freienohl gehört, verabschiedet. Die Stelle wird voraussichtlich für längere Zeit vakant bleiben und von Herrn Diakon Nehls, der den Freienohler Gemeindeteil betreut, mitversorgt werden müssen.

Auch in der katholischen St. Nikolaus-Gemeinde gab es einen Wechsel. Die bisherige Gemeindere- ferentin, Frau Klens, hatte sich ab 1.10.88 für einige Jahre beurlauben lassen. Am

1.2.89 trat ihre Nachfolgerin, Frau Kamp, ihren Dienst an.

Der 30. Januar war Elternsprechtag, nachdem am Freitag, den 27.1., die Zeugnisse ausgegeben worden waren.

Der 2. Februar (Weiberfastnacht) stand ganz im Zeichen des Karnevals. Die Feiern schlossen nach der 3. Stunde, damit die Kinder auch ausgiebig Zeit zum Singengehen hatten. Der Rosenmontag ist seit einigen Jahren unterrichtsfrei.

Am 23. Februar fand in unserer Schule zum ersten Mal ein Projekttag statt. Er wurde klassen-, bzw. jahrgangsübergreifend durchgeführt. Folgende Projekte standen zur Auswahl:

1./2. Schuljahre:

Wir basteln ein Dorf aus Pappe (Herr Kintrup) Wir basteln Puppenstuben (Frau Schmiemann) Wir bekleben Fliesen (Frau Holling)

Wir basteln Pinguine, Fische, Seehunde aus Papier (Frau Koböke) Zaubertricks (Herr Düllmann)

2./3. Schuljahre:

Lied, Spiel, Tanz: Hashual - der Fuchs (Herr Bonk) 3./4. Schuljahre:

Räderfahrzeuge (Fischertechnik o.ä.) (Frau Leister) Roboter basteln (Frau Birkner)

Marionetten aus Tuch und Papprollen (Frau Schulte) Transparente Fensterbilder (Frau Trachternach) Weben (Frau Michels)

Tonarbeiten (Frau Naper/ Frau Ackermann unter Assistenz von Frau Kube)

Die Kinder waren begeistert bei der Sache und der Projekttag wurde ein voller Erfolg, so dass er all- jährlich zu einer Dauereinrichtung werden soll.

 

Die Erstkommunion fiel dieses Jahr in die Osterferien, die dieses mal von einer Woche vor bis 2 Wochen nach Ostern dauerten. Dadurch fiel der schulfreie Tag, der für den Tag nach der Freienoh- ler Erstkommunion vorgesehen ist, weg.

Für das nächste Schuljahr stehen außer den beiden Tagen für besondere Anlässe weitere 3 beweg- liche Ferientage zur Verfügung. Die Schulkonferenz hat beschlossen, sie auf Montag, den 20.11., und Dienstag, den 21.11., den Tagen vor Buß- und Bettag, zu legen, und auf Freitag, den 23.2.89, den Tag nach Lütke-Fastnacht, so dass die langen Schulvierteljahre durch jeweils 4, bzw. 5 freie Tage unter- brochen werden.

Der 2. - diesmal unvorbereitete - Feueralarm fand am 17.5. statt, auch hier machte die schnelle Räumung der Schule keine Schwierigkeiten.

Die Klasse 4b hatte in langer Probenarbeit ein abendfüllendes Märchenspiel "Sechse kommen durch die Welt" eingeübt, das sie am Freitag, den 26.5. den Mitschülern, und am Montag, den 29.5. den Eltern vorspielen. Leider haben wir noch keinerlei Bühnenausstattung. Die Bühne mit ihren Treppen und dem Teppichboden haben wir aus der Haushaltspauschale bezahlt. Für das Spiel liehen wir uns Stellwände aus dem Pfarrheim. Die Eltern spendeten 140,- DM. Dafür wollen wir eigene Stellwände anschaffen. Die Schulkonferenz hat einen Antrag an die Stadt bezüglich Vorhang und Scheinwerfer gestellt, ohne die Elternveranstaltungen am Abend - mindestens im Winterhalbjahr - nicht möglich sind.

Am 14.6. fand eine Abschlussfahrt der 4. Klassen nach Paderborn statt. Herr Pastor Gerold feierte in der Krypta des Doms mit den Kindern eine hl. Messe.

Am Mittwoch, den 21. Juni, schließt das Schuljahr mit einem Wortgottesdienst in der St. Nikolaus-Kirche.

Das neue Schuljahr begann am Montag, den 7. August 1989. Am nächsten Tag wurden die Schulanfänger aufgenommen, (…) sechs Kinder in den Schulkindergarten, 23 in die Klasse 1a und 26 in die Klasse 1b. Bis zum Oktober änderten sich die Zahlen: Dann besuchten 13 den SchKG und 47 Kinder die ersten Schuljahre (1a 24, 1b 23).

Klassenverteilung:

SchulKG Frau Schmiemann
1a Frau Leister
1b Frau Trachternach
2a Frau Koböke
2b Herr Düllmann
3a Herr Kintrup
3b Frau Holling
4a Frau Schulte
4b Frau Birkner

Frau Kube, Frau Michels, Herr Bonk führten keine Klassen.

Ein neuer Erlass des KM sieht vor, dass 4% der Lehrerstunden für Vertretungsfälle ausgespart werden sollen. Falls diese Vertretungsfälle nicht anfallen, müssen die ausgefallenen Stunden bis zum Jahresende von den betr. Kollegen nachgeholt werden. Das ist organisatorisch schwer machbar.

Wir fanden eine andere Lösung.

In den drei Klassen, den größten der Schule, wurde der Mathematikunterricht in jeweils zwei Gruppen erteilt, von denen je eine Frau Kube unterrichtet, die andere der Klassenlehrer. Im Vertretungsfall werden diese Gruppen im gesamten Klassenverband unterrichtet, und Frau Kube übernimmt die Vertretung. Damit erreichen wir, dass eine gewisse Kontinuität bei der Vertretung gewährleistet wird (max. 10 Stunden in der zu vertretenden Klasse), dass kaum Unterricht ausfallen braucht, dass die Kinder der 3. Klassen sich nicht an andere Lehrkräfte gewöhnen müssen und dass die Schulleiterin im Laufe eines Schuljahres mit großer Wahrscheinlichkeit einmal in fast alle Klassen kommt und sie die Kinder und umgekehrt kennenlernen.

In diesem Jahr begann die Radfahrausbildung der 4. Klassen im August, sodass nicht wieder mit so schlechten Witterungsbedingungen wie teilweise in den Vorjahren zu rechnen war.

Am 30. August wurde die erste Feueralarmprobe abgehalten. Die Schule war in wenigen Minuten geräumt.

Am 20. September führten wir die Bundesjugendspiele durch.

(…)

Schon im Sommer hatte der „Eiserne Vorhang“ einige Löcher bekommen: Über Ungarn gelangten DDR-Bürger in den Westen. Viele DDR-Bürger suchten Zuflucht in den bundesrepublikanischen Botschaften, vor allem in Prag und Warschau. Noch feierte die DDR Anfang Oktober mit viel Pomp ihr 40-jähriges Bestehen, aber kurze Zeit später wurde die Mauer geöffnet. Vorerst blieb die DDR bestehen, aber der Reiseverkehr zwischen beiden deutschen Staaten wurde ohne jede Schwierigkeit ermöglicht.

Dieses politisches Geschehen wurde auch in der Schule spürbar. Kinder, deren Eltern aus der DDR flüchteten bzw. später ausreisen konnten, kamen in unsere Schule. Sie hatten es nicht ganz leicht, sich in diesem völlig anderen Schulsystem zurechtzufinden. Hinzu kamen eine Reihe von Spätaussiedlern, hauptsächlich aus Oberschlesien, die keinerlei Deutschkenntnisse hatten. Hier ergaben sich große Schwierigkeiten. Wir richteten speziellen sprachlichen Förderunterricht ein. Das war ein schwieriges Unterfangen, weil die Kinder untereinander polnisch sprachen und nun der Lehrer nichts verstand. So konnte man sich als Lehrer aber wiederum sehr gut in die alltägliche Situation der Kinder einfühlen. Spätaussiedlerkinder, die aus Russland oder Rumänien kamen, hatten es wesentlich leichter. Ihre Eltern sprachen großenteils recht gut Deutsch, weil sie in deutschen Sprachinseln gelebt hatten und dort die deutsche Sprache und deutsches Brauchtum auch unter schwierigen Bedingungen hochgehalten worden war.

Im März 1990 leistete Herr Diakon Eilebrecht im Rahmen seines Gemeindepraktikums ein vierwöchiges Schulpraktikum in unsere Schule ab. Sein Mentor war Herr Bonk.

Am 24. April trafen sich unser Kollegium und die Erzieherinnen des St. Nikolaus-Kindergartens zu einer gemeinsamen Konferenz, in der beide Gremien interessierende Fragen aufarbeiteten und gegenseitig Wünsche und Anregungen vorgetragen wurden.

Die Klassen 4a und 4b, Frau Schulte und Frau Birkner verbrachten die Tage vom 16. - 18.5. in der DHJ Wewelsburg. Die Klasse 2b übernachtete vom 23.-25.5. in der Hütte in der Gismecke mit Herrn Düllmann und einigen Eltern. Das Schuljahr schloss am 13. Juni 1990.